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Tina Jung

Geschlechterdemokratie als "rhetorische Modernisierung"?

Eine feministische ReVision

Mit einem Vorwort von Ingrid Kurz-Scherf.

erschienen 2007, 144 Seiten, Paperback, 29.90€,
ISBN: 978-3-939348-10-8
Lesen Sie im: Inhaltsverzeichnis (PDF), Einleitung (PDF)


Ähnlich wie Gender Mainstreaming hat der Begriff Geschlechterdemokratie eine bemerkenswerte Karriere gemacht. So haben nicht nur die Heinrich-Böll-Stiftung, die als Vorreiterin der Umsetzung von Geschlechterdemokratie gilt, sondern inzwischen auch Nichtregierungsorganisationen, Gewerkschaften, öffentliche Verwaltungen und Wirtschaftsunternehmen Geschlechterdemokratie implementiert. Daneben taucht der Begriff als Leitbild in thematisch breit gefächerten Diskussionen um Politik und Wirtschaft auf.

Doch was verbirgt sich hinter dem „Label“ Geschlechterdemokratie im Einzelnen wirklich? Inwiefern werden mit Geschlechterdemokratie gleichstellungspolitische Konzepte weiterentwickelt bzw. inwiefern ist sie als eine neue feministische Vision zu verstehen?

Im Kern der Auseinandersetzung, die um den Begriff und die Ausgestaltung von Geschlechterdemokratie geführt wird, steht die Problematik, inwieweit Geschlechterdemokratie als Anschluss oder vielmehr als Abkehr von feministischen Erkenntnisinteressen und politischen Anliegen zu verstehen ist und sich so als Teil einer lediglich – wie es Angelika Wetterer einmal formulierte – rhetorischen Modernisierung entpuppt.

Tina Jung, M.A., geboren 1979, hat in Marburg Politikwissenschaft, Neuere deutsche Literatur und Medienwissenschaft studiert. Derzeit ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin bei GendA – Forschungs- und Koope-rationsstelle Arbeit, Demokratie und Geschlecht am Institut für Politikwissenschaft an der Philipps-Universität Marburg und arbeitet in dem Forschungsprojekt „Zwischen Markt und Emanzipation. Geschlechter-politische Implikationen genderorientierter Weiterbildung und Beratung“.





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